Gala-Nachklapp von Sondermann-Preisträger Hans Traxler

Frankfurt a. Main, den 11.11.2017

Meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Familie Pfarr!

Heute wäre Bernd Pfarr 59 Jahre alt geworden. Wenn es auf der Welt mit rechten Dingen zuginge, müsste er jetzt hier an meiner Stelle stehen und den, sagen wir, „Birne-Kohl-Gedächtnis-Preis“ oder den „Hänsel- und Gretel-Preis“ verliehen bekommen, den meine Nachfahren gestiftet haben. Statt dessen ist er 2004 mit 45 Jahren gestorben.

Zum Ausgleich für diese himmelschreiende Ungerechtigkeit hat der liebe Gott oder der, den wir dafür halten, Bernd mit einem Riesentalent begabt. Damit hat der in den 30 Arbeitsjahren, die ihm zugemessen waren, ein Werk hingelegt, das in seiner Vollendung und Geschlossenheit nicht seinesgleichen hat. Und was noch wichtiger ist, seine gezeichnete und gemalte Parallelwelt hat in den Jahren, die seither vergangen sind, nichts von ihrer Strahlkraft und Komik eingebüßt. Ich prophezeie, diese Nachhaltigkeit wird uns alle hier im Saal überdauern. Und damit ist doch, wenn man es genau betrachtet, die himmlische Gerechtigkeit wieder hergestellt.

Nun aber zurück auf die Erde.

Hans Traxler

Das war die Sondermann-Gala 2017

Geld, Gstanzln und geinerlei Emotionen – in der ausverkauften Frankfurter Brotfabrik erlebte das Publikum am Abend des 11.11. eine Monstergala der absoluten Spitzenklasse: Hans Well und seine Wellbappn zeigten auf ca. 37 Instrumenten, wie man in Bayern unzünftig die Sau rauslässt. Bernd Pfarrs Cartoons waren zu sehen, Hans Zippert rechnete mit den ehemaligen Vereinsmitgliedern Harvey Weinstein und Martin Schulz ab und belobte die sensationell komische Förderpreisträgerin Kathrin „Coldmirror“ Fricke. Bernd Eilert berichtete von seinen Verstrickungen als Literaturpreisgeber und -nehmer, sodann wurde dem Hauptpreisträger Hans Traxler durch Patrick Bahners (Richter), Martina Gerhardt (Anklage) und Bernd Eilert der Komikprozess gemacht, welchen dieser freilich spielend gewann. Äußerlich unbewegt, innerlich zutiefst erschüttert, sackte der 88jährige aus den Händen von Kassenwärterin Gabriele Roth-Pfarr stolz den stolzen Preis ein und verlas eine Geschichte aus seinem im nächsten Jahr erscheinenden Buch „Sniffler – der englische Dachshund“. Dem langjährigen Vereinspräsidenten Leo Fischer wurde für seinen unermüdlichen Einsatz gedankt, der diesjährige Sondermann-Stipendiat Daniel Sibbe wurde gelobt, dann erklang die Abschiedshymne „Sondermann Superstar“ und die aufzeichnenden Sender SWR und HR gaben zu verstehen, dass nach 75minütigem Überziehen jetzt aber auch wirklich mal gut sei.
(Bericht: Oliver Maria Schmitt,
Fotos: Silke Waas)

„Großartiger Satireabend!“

http://www.fr.de/frankfurt/sondermann-preis-hans-traxler-ist-kult-a-1385965

Presseschau (aktualisiert am 9.11.17)

„Journal Frankfurt“ freut sich auf die Sondermann-Gala: „Es wird ein Fest.“

https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Kultur-9/Sondermann-Preisverleihung-in-der-Brotfabrik-Komik-ist-harte-Arbeit-30732.html

 

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet über den diesjährigen Sondermann-Preisträger Hans Traxler.

http://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-hans-traxler-erhaelt-sondermann-preis-a-1370328