Der Sondermann e.V. berichtet, lädt ein und weist hin

»Sondermann war so unwahrscheinlich geizig, daß er selbst schon lachen mußte.«Werte Freunde, Förderer, Wohltäter und Gönner, liebe Sonderfrauen und -manner,

o je, das Geld ist knapp! Erinnern Sie sich an das Jahr 2017? Champagner floß bei der Sondermanngala in und aus den Mündern der Förderpreisträgerin Kathrin »Coldmirror« Fricke und des Hauptpreisgewinners Hans Traxler. Am späteren Abend wühlte sich der gesamte Vorstand durch Häppchen, Kaviar und Avocadoschiffchen. Und danach kam erst der Hauptgang

2018 ist alles anders. Die Kassen des Sondermann e.V. sind nicht nur leer, sondern überhaupt nicht mehr auffindbar. Keine Angst: Ihre Mitgliedsbeiträge, liebe Freundinnen und Freunde, können trotzdem verbucht werden. Zögern Sie nicht! Und zögern Sie bitte gleich doppelt nicht, denn wir laden Sie hiermit herzlich und wieder einmal zur großen Sondermann-Spendengala in die Brotfabrik. Erscheinen Sie am 11.11.2018 nach Sonnenuntergang in feinstem Zwirn und mit den dicksten Klunkern um den Hals, damit der Schein, bzw. der Geldschein gewahrt wird. Die Preisträger dieses Jahres sind nämlich hochkarätige, und ahnen nicht, dass ihre Fördermittel im Moment noch zusammengekratzt werden müssen. Teils mit fragwürdigen Methoden. Fragen Sie jedoch bitte nicht! Prämiert werden jedenfalls die Leipzigerin Anna Haifisch und der Emdener Otto Waalkes – ja: Hai und Waal; nein: kein Scherz.

Während die Illustratorin Anna Haifisch Kennerinnen und Kennern bereits ein Begriff sein dürfte, wird der Name Otto Waalkes bei vielen von Ihnen ein Fragezeichen über dem Kopf aufploppen lassen. Für Aufklärung sorgen wird am 11.11. deshalb kein geringerer als der Laudator Fredi Bobic, ehem. ein Eckpunkt des magischen Dreiecks beim VfB Stuttgart.

Kommen Sie also zahlreich und füllen Sie die Ränge!

Aus Kostengründen liegt diesem Schreiben keine goldene Eintrittskarte bei, sondern Sie müssen diese im Internet bestellen. Gerne unter: www.brotfabrikfrankfurtticketshop.reservix.de/ (Mitglieder des Sondermann e.V. haben selbstverständlich freien Eintritt! Bitte unbedingt Karte bis zum 07.11. schriftlich reservieren lassen unter info@sondermannverein.org).

Für ein paar wenige Zeilen über das Vereinsleben reicht die teure Druckertinte noch. Denn auch sonst stand das vergangene Jahr ganz im Zeichen knapper Kassen. Fand man zum Sondermannstammtisch zusammen, trank der Vorstand bis in die frühen Morgenstunden – auf daß es sich eben auch richtig lohne. Unsere Vereinswebsite wurde von Stipendiat Daniel Sibbe sparsam, aber mit viel Liebe betreut. Eine schöne Leistung, an die ab November unsere neue Stipendiatin Paula Irmschler anknüpfen wird.

Alle sonstigen Projekte und Vorhaben mussten aus Geldnot gestrichen … – Unsinn, nun ist es genug mit Sparwitzen! Dem Verein geht es gut und das verdankt er in erster Linie Ihnen, den Mitgliedern und Gönnerinnen, den Freundinnen und Freunden. Merken Sie sich am Ende bitte nur die folgenden, herzlichen Grüße:

Herzliche Grüße! Wir freuen uns mit Ihnen auf die Sondermanngala und zitieren zum Abschied das Motto des Sondermann e.V.:

»Weiche von mir, schwuler Fußball!« (Fredi Bobic)

Der Vorstand:

Bernd Eilert, Kristin Eilert, Christoph Hofmann, Gabriele Roth-Pfarr & Oliver Maria Schmitt

Sondermann e.V.

eingetragener Verein zur Förderung, Erforschung und Verbreitung der Komischen Kunst und Literatur

Veranstaltungshinweise

Montag, 5. November 2018, 19:30 Uhr

Heissa!! Und jetzt geht es in’s Marienwäldchen! Ein Abend zu Ehren Bernd Pfarrs im Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt a. M.


24.11.2018 bis 17.02.2019

Ausstellung: Bernd Pfarr „Die wilde Schönheit der Auslegeware“ im Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Georgengarten 1, 30167 Hannover

Große SONDERMANN-Geburtstags-Gala 2018 am 11.11.2018

Endlich ist es wieder soweit! Am 11. November 2018 steigt mit Pausen und Trompeten die große SONDERMANN-Geburtstags-Gala 2018. Auf der Gästeliste stehen u.a. Otto Waalkes, Fredi Bobic, Anna Haifisch sowie Rainer Michel & Cosmic Conjunction.

Der „Sondermann 2018“ wird verliehen, der Oscar der Komischen Kunst! Aber an wen? Zuletzt freuten sich Jan Böhmermann, Hans Traxler oder Kathrin „Coldmirror“ Fricke über Ruhm, Ehre und Kohle, die der Sondermannverein zur Förderung und Verbreitung der Komischen Kunst jedes Jahr vergibt. Die Preisverleihung mit Scheck und Statue ist Teil einer gigantischen Geburtstagsgala, denn Otto wird in diesem Jahr 70 und Sondermann-Erfinder Bernd Pfarr wäre an diesem Abend 60 geworden. Das bedeutet: Torte für alle, sogar für die Preisträger Anna Haifisch und Otto Waalkes, für Eintracht-Vorstand Fredi Bobic, für Bandleader Rainer Michel mit seiner groovigen Cosmic Conjunction, für den Moderator Oliver Maria Schmitt, für Bernd Eilert, Hans Zippert u. v. a. m.

Die Veranstaltung ist lactosefrei, kann aber Spuren von Erdnüssen enthalten! Essen Kommen Sie reichlich!

Und zwar in die BROTFABRIK FRANKFURT, Bachmannstr. 2 – 4, 60488 Frankfurt am Main, Einlass: 19.00 Uhr

Tickets gibt es hier!

 

Die Sondermann-Gala 2017 als Podcast vom hr

Inzwischen gibt es den (entstellend gekürzten) Mitschnitt der Preisverleihung als Podcast zum Nachhören. Aus Kostengründen und Motivationsmangel verzichtet der hr allerdings auf Nennung des korrekten Titels („Die Sondermann-Gala 2017“) und die Nennung der Mitwirkenden: Patrick Bahners, Bernd Eilert, Kathrin „Coldmirror“ Fricke, Martina Gerhardt, Oliver Maria Schmitt, Hans Traxler, Hans Zippert; Musik: Hans Well und die Wellbappn. Trotzdem viel Spaß beim Reinlauschen!

http://www.hr2.de/programm/podcasts/kulturszene/podcast-episode19816.html

Gala-Nachklapp von Sondermann-Preisträger Hans Traxler

Frankfurt a. Main, den 11.11.2017

Meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Familie Pfarr!

Heute wäre Bernd Pfarr 59 Jahre alt geworden. Wenn es auf der Welt mit rechten Dingen zuginge, müsste er jetzt hier an meiner Stelle stehen und den, sagen wir, „Birne-Kohl-Gedächtnis-Preis“ oder den „Hänsel- und Gretel-Preis“ verliehen bekommen, den meine Nachfahren gestiftet haben. Statt dessen ist er 2004 mit 45 Jahren gestorben.

Zum Ausgleich für diese himmelschreiende Ungerechtigkeit hat der liebe Gott oder der, den wir dafür halten, Bernd mit einem Riesentalent begabt. Damit hat der in den 30 Arbeitsjahren, die ihm zugemessen waren, ein Werk hingelegt, das in seiner Vollendung und Geschlossenheit nicht seinesgleichen hat. Und was noch wichtiger ist, seine gezeichnete und gemalte Parallelwelt hat in den Jahren, die seither vergangen sind, nichts von ihrer Strahlkraft und Komik eingebüßt. Ich prophezeie, diese Nachhaltigkeit wird uns alle hier im Saal überdauern. Und damit ist doch, wenn man es genau betrachtet, die himmlische Gerechtigkeit wieder hergestellt.

Nun aber zurück auf die Erde.

Hans Traxler

Das war die Sondermann-Gala 2017

Geld, Gstanzln und geinerlei Emotionen – in der ausverkauften Frankfurter Brotfabrik erlebte das Publikum am Abend des 11.11. eine Monstergala der absoluten Spitzenklasse: Hans Well und seine Wellbappn zeigten auf ca. 37 Instrumenten, wie man in Bayern unzünftig die Sau rauslässt. Bernd Pfarrs Cartoons waren zu sehen, Hans Zippert rechnete mit den ehemaligen Vereinsmitgliedern Harvey Weinstein und Martin Schulz ab und belobte die sensationell komische Förderpreisträgerin Kathrin „Coldmirror“ Fricke. Bernd Eilert berichtete von seinen Verstrickungen als Literaturpreisgeber und -nehmer, sodann wurde dem Hauptpreisträger Hans Traxler durch Patrick Bahners (Richter), Martina Gerhardt (Anklage) und Bernd Eilert der Komikprozess gemacht, welchen dieser freilich spielend gewann. Äußerlich unbewegt, innerlich zutiefst erschüttert, sackte der 88jährige aus den Händen von Kassenwärterin Gabriele Roth-Pfarr stolz den stolzen Preis ein und verlas eine Geschichte aus seinem im nächsten Jahr erscheinenden Buch „Sniffler – der englische Dachshund“. Dem langjährigen Vereinspräsidenten Leo Fischer wurde für seinen unermüdlichen Einsatz gedankt, der diesjährige Sondermann-Stipendiat Daniel Sibbe wurde gelobt, dann erklang die Abschiedshymne „Sondermann Superstar“ und die aufzeichnenden Sender SWR und HR gaben zu verstehen, dass nach 75minütigem Überziehen jetzt aber auch wirklich mal gut sei.
(Bericht: Oliver Maria Schmitt,
Fotos: Silke Waas)

„Großartiger Satireabend!“

http://www.fr.de/frankfurt/sondermann-preis-hans-traxler-ist-kult-a-1385965

Presseschau (aktualisiert am 9.11.17)

„Journal Frankfurt“ freut sich auf die Sondermann-Gala: „Es wird ein Fest.“

https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Kultur-9/Sondermann-Preisverleihung-in-der-Brotfabrik-Komik-ist-harte-Arbeit-30732.html

 

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet über den diesjährigen Sondermann-Preisträger Hans Traxler.

http://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-hans-traxler-erhaelt-sondermann-preis-a-1370328

Hans Traxler erhält Sondermann-Preis

Auszeichnung für sein Lebenswerk / Förderpreis für Kathrin Fricke

Der Sondermann e.V., die Vereinigung zur Bewahrung des Werks von Bernd Pfarr und zur Förderung der Komischen Kunst, verleiht ihren diesjährigen Sondermann-Preis dem Frankfurter Maler, Zeichner, Autor und Illustrator Hans Traxler. Die Auszeichnung wird am 11. November 2017, dem neunundfünfzigsten Geburtstag des Künstlers Bernd Pfarr, in der Frankfurter Brotfabrik im Rahmen einer Gala verliehen und ist mit 5000 Euro Preisgeld verbunden. Der „Sondermann“, der Oscar der Komischen Kunst, gehört damit zu den höchstdotierten Ehrungen, die in Deutschland in dieser Sparte vergeben werden. Der 1929 in Böhmen geborene Hans Traxler wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Mit der Arbeit für die Satirezeitschriften „Pardon“ und die von ihm mitbegründete „Titanic“ prägte Traxler die deutsche Satire genauso wie mit zahlreichen Buchpublikationen seit „Die Wahrheit über Hänsel und Gretel“ (1963) und seinen Magazinveröffentlichungen unter anderem für die „Zeit“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Eine weitere wichtige Werkgruppe des Illustrators stellen Bilderbücher dar, darunter Klassiker des Genres wie „Fünf Hunde erben eine Million“, „Aus dem Leben der Gummibärchen“ und „Paula die Leuchtgans“. Besonders bekannt wurde die 1980 gemeinsam mit Pit Knorr entwickelte und von Traxler gezeichnete Darstellung des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl als „Birne“.

Der diesjährige Sondermann-Förderpreis in Höhe von 2000 Euro wird an die 1984 geborene Videokünstlerin Kathrin Fricke vergeben, die unter dem Pseudonym „Coldmirror“ einen eigenen YouTube-Kanal betreibt und auch als Rundfunk- und Fernsehmoderatorin für die Sender You FM und Einsfestival erfolgreich ist. Frickes ursprünglich aus dem Geist der Fantasy-Fanszene entstandenes humoristisches Rollen- und Vexierspiel hat eine fiktive Persönlichkeit hervorgebracht, die in bewusst dilettantisch inszenierten Sketchen und mit provokativer Sprache auftritt, ihre Videos werden millionenfach geklickt. Die Verleihung des Förderpreises an Fricke findet ebenfalls am 11. November 2017 in der Frankfurter Brotfabrik statt.

Zu den bisherigen Trägern des nach Bernd Pfarrs gleichnamiger Figur benannten Sondermann-Preises für Komische Kunst zählen unter anderen die Cartoonisten Michael Sowa, Christoph Niemann, Ernst Kahl und Hilke Raddatz sowie zuletzt der Schriftsteller Thomas Kapielski. Der Förderpreis ging im vergangenen Jahr an den Satiriker Jan Böhmermann.

Wir müssen über Nashornpaste reden – So war die Sondermann-Spenden-Gala 2016

Sondermann-Hauptpreisträger Thomas Kapielski im Glück (Brotfabrik)
Sondermann-Hauptpreisträger Thomas Kapielski im Glück (Brotfabrik)

Es war eine rauschende Spenden- Gala-Nacht. Vorträge, Reden und Ansprachen wechselten sich ab mit Präsentationen, Laudationen und Moderationen. Dazwischen wurde auch hin und wieder mal kurz geredet. Die ausverkaufte Frankfurter „Brotfabrik“ stand jedenfalls Kopf. Hysterische Begeisterung löste natürlich Hauptpreisträger Thomas Kapielski aus, aber auch der noch wenig bekannte Förderpreisträger Jan Böhmermann verstand es, die Herzen der Zuschauer für sich zu gewinnen. In seiner Dankesrede äußerte er charmant sein Mitleid mit den Versagern von „Titanic“, denen er „alles“ verdanke. Kapielski brachte mit einem pointierten Querschnitt aus vierzig Jahren Schriftstellerei den Saal zum Toben und stellte mühelos unter Beweis, dass die Jury sein Lebenswerk zu Recht mit dem Sondermann-Preis ausgezeichnet hatte. Elegant und leichtfüßig führte Leo Fischer durch den kurzweiligen Abend, dessen rhetorischer Höhepunkt zweifellos der umjubelte Stargast  Dietmar Dath (Suhrkamp) war. Leider ließ es sich nicht verhindern, dass immer wieder Mitglieder des Sondermann-Vereins das Rednerpult besetzten, um von dort Anekdoten und Schnurren aus dem ach so lustigen Vereinsleben zum Besten zu geben. Doch selbst Bernd Eilert, Pit Knorr, Oliver-Maria Schmitt und Hans Zippert konnten den Abend nicht mehr ruinieren. Das lag auch an Carla Andereya und Martina Gerhardt, die als charmante und eloquente Telefonistinnen zu gefallen wussten. Ihre Schuld war es jedenfalls nicht, dass nach 92 Minuten Hochleistungs Premium-Programm gerade mal erbärmliche 23,14 Euro an Spendengeldern  eingesammelt werden konnten.

Pit Knorr als "Herr Suhrbier"
Pit Knorr als „Herr Suhrbier“

Musikalisch wurde der Abend von Rainer Michel und seinem internationalen Ensemble hochvirtuoser Instrumentalisten perfekt eingerahmt und untermalt. Michel verzauberte die Zuhörer immer wieder mit Klängen, die er seinem „Böhmat“ entlockte, einem historischen Elektro-Instrument. Am Ende hieß es dann mal wieder: „Das Publikum, das schrie und raste, trotz Sondermann und Nashornpaste“. Am 11.11. 2017 wird dann der nächste Sondermann-Preisträger gefeiert. Halten Sie sich den Tag (Samstag) schon mal frei!

Kapielski mit Scheck und Böhmermann (hinter dem grünen Telefon)
Kapielski mit Sondermann-Skulptur +Scheck und Böhmermann (hinter dem grünen Telefon)